Entenrennen 2010

 

Quietschenten sorgen wieder für viel Gaudi


5. Neulußheimer Entenrennen: 864 gelbe Starter kämpfen beim Wettbewerb des
Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr um den Titel


Das war ein echter Ententanz, der sich mit dem Countdown in Bewegung setzte: Mit einem
lauten Platsch purzelten gestern Nachmittag 864 quietschgelbe Plastikenten mit einem Köpfer aus drei Metern Höhe von der Feuerwehrdrehleiter direkt in die Fluten des Kriegsbaches. Dort wurden sie gleich von der Strömung mitgerissen. Und mit ihnen auch die begeisterten Teilnehmer und Zuschauer des Neulußheimer Entenrennens – ein Gauditurnier, das der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Neulußheim vor fünf Jahren ins Leben gerufen hat.
„Das Turnier wird unheimlich von der Bevölkerung angenommen und hat sich zu einem
echten Selbstläufer entwickelt“, so Dieter Häusler, Vorstand des Fördervereins, zufrieden, als er das schnatternde Treiben auf dem Bach betrachtete. In einem großen Schwarm schwammen die Quietschenten um die Wette. In Bauch- oder Seitenlage gaben sie alles, um sich gegenseitig abzuhängen, mussten allerdings hin und wieder schwere Niederlagen einstecken.
Hindernisse wie Äste und Steine entlang der Rennstrecke stellten sich den siegeslustigen
Enten in die Quere. Doch die Freiwillige Feuerwehr Neulußheim verstand sich als Freund und Helfer und befreite die Schwimmsportler mit den orangefarbenen Schnäbeln aus deren
Fängen.
Vom Ufer des Baches ertönten währenddessen Anfeuerungsrufe wie                      „Schneller“ oder „Los!“.
Jeder Teilnehmer, der sich im Vorfeld das Startrecht einer Ente in Form einer Losnummer
ergattert hatte, fieberte gebannt dem Sieg entgegen. „Ich hoffe auf den Durchbruch heute,
denn ein geeignetes Dopingmittel habe ich bisher noch nicht gefunden“, witzelte
Teilnehmerin Monika Molitor-Petersen. Seit fünf Jahren ist sie bei jedem Rennen mit einer
handvoll Enten am Start. Bis an die Spitze haben es ihre Schwimmmeister bisher nicht
geschafft, „aber wir müssen die Feuerwehr unterstützen.“
Der Erlös des Entenrennens kommt in diesem Jahr schließlich zu 100 Prozent der
Jugendfeuerwehr zugute, die sich damit die Fahrt zur Partnergemeinde Langebrück/Dresden
finanziert. „An so einem guten Zweck beteiligt man sich gerne – außerdem ist das Rennen ein
Riesenspaß für die ganze Familie“, erklärte der Neulußheimer Rudolf Dietel, die Enten mit
der ganzen Familie vom Ufer verfolgend.
Eine Durststrecke von 1,3 Kilometern galt es in Bestzeit zu bezwingen. Für manche
Teilnehmer kein Problem. Im Nu übernahmen sie die Führung, während andere dem
geflügelten Wort „lahme Ente“ alle Ehre machten. Nach dem Motto „Die letzten werden die
ersten sein“ nahmen sie die Herausforderung gelassen hin und ließen andere an sich
vorüberziehen. Unter tosendem Applaus traf nach etwa 30 Minuten die Siegerente mit der
Losnummer 733 in die Zielschleuse an der Grillhütte ein. Von Anfang an hatte sie ihre
Führung behauptet und wurde von Bürgermeister Gunther Hoffmann sowie dem Pfarrer der
evangelischen Kirche, Uwe Sulger, in Empfang genommen und anschließend in der Grillhütte
bei Blasmusik des Neulußheimer Musikvereins gefeiert.
Den Schnabel ganz vorne hatte die Ente von Jana Wind, die sich ebenso wie der
Silbergewinner Henrik Schmitz und die Bronzegewinnerin Janina Klee, deren Enten sich ein
Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten, über einen Geldgewinn freute. Einen besonderen Preis
wartete auch auf Sabine Merkel. Zwar konnte sich ihre Quietschente nicht bis an die Front
durchkämpfen. Aber dank des Sonderpreises in Form von zwei Übernachtungen im Hotel
Ramada Stuttgart bekamen selbst die lahmsten Enten im großen Lostopf die Chance
Siegesluft zu schnuppern.


Vanessa Schäfer

 

 

 

 

 

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Schwetzinger Zeitung vom 17.05.2010

5. Neulußheimer Entenrennen: 864 gelbe Starter kämpfen beim Wettbewerb des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr um den Titel

Quietschenten sorgen wieder für viel Gaudi

Von unserer Mitarbeiterin Vanessa Schäfer

Neulussheim. Das war ein echter Ententanz, der sich mit dem Countdown in Bewegung setzte: Mit einem lauten Platsch purzelten gestern Nachmittag 864 quietschgelbe Plastikenten aus drei Metern Höhe von der Feuerwehrdrehleiter direkt in die Fluten des Kriegsbaches. Dort wurden sie gleich von der Strömung mitgerissen. Und mit ihnen auch die begeisterten Teilnehmer und Zuschauer des Neulußheimer Entenrennens - ein Gauditurnier, das der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Neulußheim vor fünf Jahren ins Leben gerufen hat.

 

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Schwetzinger Zeitung vom 07.05.2010

Im "Rennfieber"

Verkauf der Lose fürs Entenrennen

Neulussheim. Eine Woche vor dem mit Spannung erwarteten Entenrennen am 16. Mai auf dem Kriegbach befindet sich die Gemeinde im "Entenfieber". Schließlich gilt es, die etwa 800 Rennenten wieder mal um den Titel der schnellsten Ente schwimmen zu lassen.